Bundesverdienstkreuz für FLVW-Präsident Hermann Korfmacher
Gütersloh. Reinhard Mainka, Vorsitzender des Kreisverbandes Gütersloh, sprach die Wahrheit aus: „Wir sonnen uns natürlich auch etwas in Ihrem Glanz und Licht." Zustimmung erfuhr er nicht nur von den Vertretern des SV Grün-Weiß Langenberg, dem Heimatverein von Hermann Korfmacher. Auch alle anderen „Westfalensportler" verspürten Stolz, als ihrem Präsidenten die große staatliche Ehre zuteil wurde: Dem 61-Jährigen wurde in Anerkennung seines herausragenden ehrenamtlichen und sozialen Engagements das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Überreicht wurde Hermann Korfmacher die hohe Auszeichnung des Bundespräsidenten im Beisein von rund 70 Gästen von Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh. Hier leitet Korfmacher als Geschäftsführer die „Werkstätten für behinderte Menschen", eine Einrichtung mit 570 Angestellten und 1.090 behinderten Beschäftigten. Hier liegen auch die zarten Wurzeln und hier stehen die ersten massiven Stämme seiner Tätigkeit im Sport. Von 1977 bis zum Jahr 2000 war er Vorsitzender des K 34, wie der Kreisverband Gütersloh des FLVW in der Funktionärssprache abgekürzt wird. Dass ihn seine Karriere anschließend ins Präsidentenamt des westfälischen und westdeutschen Verbandes und in den Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes führte, beweist die hohe Wertschätzung, die Korfmacher überall genießt. „Ein Vorzeige-Funktionär mit Kompetenz und Elan", schrieb eine Gü-tersloher Zeitung über ihn. „Was mir an Ihnen immer wieder auffällt, sind die Visionen, Überzeugungen und Forderungen, die Sie an menschliches Handeln stellen: An andere wie an sich selbst", stellte Landrat Adenauer in seiner Laudatio über den Bundesverdienstkreuzträger heraus. Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen Ehrenamt und soziale Integration durch das Wirken Korfmachers. „Sie sind ein gutes Stück unseres sozialen Gewissens", sprach die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger deshalb ein großes Wort.
Hermann Korfmacher selbst blieb bescheiden. „So hoch ausgezeichnet zu werden, erfüllt mich mit Stolz. Ob ich es verdient habe, weiß ich nicht", antwortete er auf die Lobesfülle. Er wisse aber genau, ergänzte er mit Dank an seine vielen Mitarbeiter und Begleiter, „dass ich den Weg im Ehrenamt nicht allein hätte gehen können." Ehefrau Barbara galt dabei besonderer Dank. Gleichzeitig nutzte Korfmacher die Gelegenheit, junge Menschen zu sozialem Engagement zu ermutigen: „Für mich war das Ehrenamt nie Last. Ich habe es immer als Bereicherung und Chance gesehen, Dinge zu entwickeln und zu gestalten."
Dass er die Chance genutzt hat, bestätigte mit DFB-Vize Karl-Josef Tanas ein enger Partner. Der Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein sagte voraus, Korfmacher werde mit seinen Qualitäten „noch vieles bewirken." Anerkennenden Beifall fand er dafür bei Rudi Assauer, Josef Schnusenberg und Peter Peters, dem komplett zur Feierstunde im Gütersloher Kreishaus erschienenen Vorstand des FC Schalke 04. Als Leiter des Standortes Gelsenkirchen für die Weltmeisterschaft 2006 hat Korfmacher zu den „Königsblauen" ein besonders enges örtliches Verhältnis. Zur Schar der Gratulanten, die von Richard Winkels, dem Präsidenten des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen angeführt wurde, gehörten auch FLVW-Vizepräsident Manfred Knipping, Schatzmeister Benno Ittermann, Leichtathletik-Vize Hans Schulz sowie das Ehrenmitglied Willi Scheuerl.