Interview mit Ingrid Pierper-von Heiden, FDP-Landtagsfraktion
Prominenten-Interview zur WM 2006
Mit dem folgenden Interview der Sportpolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW Ingrid Pieper-von Heiden, wird die Reihe, die bis zum Eröffnungstag am 6. Juni 2006 prominenten Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft Gelegenheit gibt, Meinungen und Erwartungen zur FIFA-WM in Deutschland zu äußern, fortgesetzt.
Am 9. Juni des nächsten Jahres findet in München das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Zusammen mit den Olympischen Spielen gehört die Fußball-WM zu den herausragenden sportlichen Großereignissen weltweit. Dass die Fußball-Familie nach 32 Jahren wieder bei uns zu Gast sein wird, freut mich außerordentlich. Es freut mich in erster Linie für unsere Fußballfans, die Spiele und Atmosphäre einen Monat lang hautnah erleben zu können. Es freut mich nicht weniger für unser Land, dass wir uns als weltoffener und fröhlicher Gastgeber präsentieren können.
Der Ansturm der Fans auf die Tickets zeigt: Die Begeisterung und die Vorfreude ist bereits jetzt riesengroß. Allerdings ist der Unmut der Fans über den Modus der Kartenverteilung verständlich. Dass weniger als ein Drittel der Eintrittskarten für den freien Verkauf zur Verfügung stehen, ist eine unbefriedigende Situation. Ich hoffe, dass sich hier noch eine bessere Regelung finden lassen wird.
Nordrhein-Westfalen wird mit den drei Spielorten Dortmund, Köln und Schalke einen Schwerpunkt bilden. Ich bin sicher, dass sich diese drei Städte, aber auch NRW insgesamt, als würdige Gastgeber präsentieren werden. Ein derartiges Großereignis erfordert natürlich einige Anstrengungen, insbesondere hinsichtlich der notwendigen Infrastruktur. Die Anforderungen an die Verkehrsanbindung der Stadien und die Sicherheit sind hoch. Als FDP-Landtagsfraktion haben wir diesen Prozess von Anfang an konstruktiv begleitet. In Gesprächen vor Ort ließ sich so in Erfahrung bringen, wo es noch „hakt" und wo wir als Politiker Hilfestellung geben können. Ohne das Engagement einer großen Zahl ehrenamtlicher Helfer schon im Vorfeld wäre ein solches Ereignis jedoch nicht durchführbar. Für ihren persönlichen Einsatz gebührt ihnen bereits jetzt großer Dank.
Eine Fußball-Weltmeisterschaft ist längst mehr als „nur" ein Sportereignis. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Impulse sind beachtlich. Von den Infrastrukturmaßnahmen wird Nordrhein-Westfalen auch über die Fußball-WM hinaus profitieren. Auch der Tourismusstandort NRW wird gestärkt werden. Viele Fans werden feststellen, dass Nordrhein-Westfalen immer eine Reise wert ist.
Ich bin sicher, dass sich die Fans aus aller Welt bei uns in Nordrhein-Westfalen wohlfühlen werden. Sport ist und bleibt ein Erlebnis, das die Menschen verbindet und zusammenkommen lässt - ob in den Stadien, auf den Marktplätzen, in den Kneipen und Lokalen oder in kleiner Runde vor dem Fernseher. Über kein anderes Thema kommt man auch über Sprachgrenzen hinweg leichter ins Gespräch. Über nichts lässt sich besser diskutieren als über die „schönste Nebensache der Welt".
Mein Traumendspiel:
Argentinien – Deutschland
Freuen Sie sich auf das Statement von Bischof Dr. Felix Genn, der in der nächsten Ausgabe der WFLV-AM Rede und Antwort stehen wird.