Für Fußballfans gibt es zukünftig einen Grund mehr, nach Nordrhein-Westfalen zu reisen: Am 15. Juni wurde in Köln offiziell die erste Station der „Deutschen Fußball Route NRW" durch Oberbürgermeister Fritz Schramma und den Präsidenten des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes, Hermann Korfmacher, eröffnet.
Die Eröffnung der Deutschen Fußball Route NRW fand im Rahmen der mehrtätigen Veranstaltung „Köln trifft Brandenburg und Sachsen-Anhalt - Erlebnis zwischen Harz und Spreewald" statt, die vom 15. bis 18. Juni auf dem Neumarkt in der Kölner Innenstadt gastierte.
Der Nordrhein-Westfalen Tourismus e. V. hatte auf dem Neumarkt ein eigenes Zelt reserviert, in dem er für das Fußballland NRW warb. Hier hatten Fußball-Begeisterte die Gelegenheit, sich bei den Fußball-Experten des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes zu informieren.
Neben der Vorstellung der neuen Fußball Route durch den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband waren auch die drei nordrhein-westfälischen WM-Städte Köln, Dortmund und Gelsenkirchen präsent.
Oberbürgermeister Schramma selbst gab im Spanischen Bau des Kölner Rathauses den offiziellen Anpfiff und stellte fest, dass es Gründe genug gibt, um in der Domstadt auf eine fußballerische Spurensuche an zehn Orte zu gehen, welche den Fußball in Köln geprägt haben:
„Einige Stationen gehören zu den Klassikern des Sports in Köln und stehen schon deshalb auf der Liste eines jeden sportbegeisterten Besuchers von Köln. Hierzu gehören das RheinEnergieStadion, wo der FC ab der nächsten Saison wieder in der ersten Liga seine Heimspiele austrägt oder auch das Geißbockheim, das Clubhaus des 1. FC Köln, das jeder wahre FC-Fan schon einmal aufgesucht hat. Auch das Deutsche Sport- und Olympiamuseum ist weit über Köln bekannt.
Doch es gibt auch Fußball-Stationen auf der neuen NRW-Fußball-Route, die man sogar nicht vermutet hätte. So kennt sicherlich jeder das Wahrzeichen der Stadt, den Kölner Dom. Doch wer weiß schon, dass hier zum Beispiel die Trauermesse für die Kölner Trainerlegende Hennes Weisweiler stattfand? Und wer vermutet schon, wenn er den Südfriedhof der Stadt passiert, dass hier verstorbene Fußballgrößen der Fortuna Köln wie Jean Löring und Franz Krämer ihre letzte Ruhestätte gefunden haben? Auch deren fast vergessene Kampfarena, des Südstation der Fortuna, darf natürlich auf der Kölner Fußball Route nicht fehlen.
Die Kölner Route beginnt am Rathaus der Domstadt, welches sicherlich auch ohne Fußball interessant ist. Doch die Tatsache, dass die Kölner hier schon Meisterschaften und Pokalsiege gefeiert haben, macht es zu einer der Hauptattraktionen - zumindest hier in Köln. Darum werden wir hier gleich die erste Station enthüllen."
Abschließend wünschte er den Gästen „viel Spaß beim fußballerischen Erkunden der schönen Domstadt".
Hermann Korfmacher verdeutlichte die Interessen des Verbandes an der Deutschen Fußball Route NRW:
Die Städte werden später zu einer ca. 550 km langen Strecke verbunden, die in Teilabschnitten per Auto, per Bus und Bahn und auch per Fahrrad besucht werden kann.
Mit Stempeln in einem sogenannten „Pilgerpass" werden Anreize gesetzt, nach und nach die gesamte Route abzufahren. Dabei werden unsere drei Sportschulen Hennef, Wedau und Kaiserau nicht nur als Informationszentren fungieren, sondern auch als Hotels für Gäste der Deutschen Fußball Route NRW zur Verfügung stehen.
Geplant sind ferner
komplette Pauschalreise-Programme für ausländische Besucher und
Programme für Schul- und Klassenfahrten. Attraktive und informative Klassenreisen, die die Besonderheiten entsprechenden Richtlinien in den Bundesländern berücksichtigen, haben gute Vermarktungschancen. Es soll Lehrern und Lehrerinnen, zum Beispiel in Bayern, leicht gemacht werden, sich für die Deutsche Fußball Route als Ausflugsziel zu entscheiden. Dabei werden mundgerechte Anknüpfungspunkte an die Hand gegeben, um Fußballgeschichte und Kultur mit vielen Themen klassischer Unterrichtsfächer zu verbinden.
Durch beide Maßnahmen wollen wir den guten Namen unserer Fußballsportschulen Hennef, Wedau und Kaiserau nutzen, um mit unseren modernisierten Unterkunftsgebäuden und der unvergleichlich umfangreichen Sportstättenausstattung attraktive Angebote machen zu können. Die Vermarktungsmöglichkeiten werden zurzeit in Studien der Cologne Business School und der Fachhochschule Gelsenkirchen ausgelotet.
Bis zur WM-Eröffnung sollen die weiteren 14 DFR-Touren fertig gestellt sein, d. h. die Geschichten ausgewählt und geschrieben, die Fotos recherchiert, die Veröffentlichungsrechte geklärt, die Touristen-Informationsstellen und die Geschäftsstellen unserer Vereine mit Displays und Foldern ausgestattet, und nicht zuletzt die Edelstahl-Acrylschilder montiert oder einzementiert sein. Eine Aufgabe, die der Verband allein nicht schultern kann. Deshalb ist der WFLV glücklich, eine Reihe von starken Kooperationspartnern gefunden zu haben, die uns tatkräftig unterstützen. Dabei wurden von Hermann Korfmacher ausdrücklich neben MSWKS, dem Tourismusverband und den Fachhochschulen das Goetheinstitut und das Willibald Gebhard Institut hervorgehoben. Gemeinsam mit unseren Partnern ist der WFLV zuversichtlich, dass die Fertigstellung der Deutschen Fußball Route NRW termingerecht gelingt, damit wir zur WM den Gästen aus aller Welt Nordrhein-Westfalen als einen fußballerisch starken und touristisch attraktiven Standort präsentieren können.
Hermann Korfmacher dankte beispielhaft für die vielen Helfer dem Ersten Bürger der Stadt,Oberbürgermeister Schramma, der die Eröffnung der Deutschen Fußball Route zur Chefsache erklärt hat. Dadurch konnten wir die Kölner Stadtverwaltung als Paradebeispiel für unbürokratisches Arbeiten erleben.