Eine bittere Pille mussten die beiden Futsal-Westvertreter im Viertelfinale des DFB Futsal Cups schlucken. Während der UFC Münster in Pforzheim eine 3:6 Niederlage hinnehmen musste, war für die Futsal Panthers Köln nach dem 4:6 gegen den MSV Hamburg das Thema „Titelverteidigung“ erledigt. In einem hochklassigen Match vor knapp 300 Zuschauern konnte sich der Norddeutsche Meister Team Yasar im MSV Hamburg gegen den amtierenden Deutschen Meister Futsal Panthers Köln nach Verlängerung durchsetzen.
Dabei begann es für die Kölner erwartungsgemäß: Die Futsal Panthers gingen durch zwei Treffer von Mario Dos Santos in der 10. und 11. Minute mit 2:0 in Führung und bestätigten so ihre Favoritenrolle. Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, kassierten sie kurz vor der Halbzeitpause den Anschlusstreffer durch Cem Cetinkaya vom Team Yasar.
Die zweite Halbzeit gestaltete sich deutlich offener. Der Ausgleich fiel dann in der 28. Minute durch Tamer Dönmez. Er war es auch, der die Hausherren nach toller Vorarbeit von Kazim Onur Ulusoy mit 3:2 in Führung brachte. Kurz vor Ende erzielte Andreas Beck dann durch eine schöne Einzelleistung den 3:3 Ausgleich für die Kölner. Mit dem Schlusspfiff bekamen die Domstädter sogar nach dem sechsten kumulierten Foul einen 10-m Strafstoß zugesprochen, den Alexander Sokolowski aber nicht verwerten konnte.
Werbung für den Futsal
So kam es zur 2 x 5 Minuten Verlängerung, die furios begann: Innerhalb der 1. Spielminute gingen die Hamburger in Führung und die Kölner konnten prompt durch ein unglückliches Eigentor von Ali Yasar wieder gleichziehen. In der 5. Minute legte das Team Yasar dann durch Tamer Dönmez wieder vor, und Kazim Onur Ulusoy setzte schließlich in der 8. Minute der Verlängerung den Schlusspunkt zum 6:4 für den MSV Hamburg.
Klaus Jahn, Ausschussvorsitzender Freizeit- und Breitensport im DFB zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt: „Das war echte Werbung für den Futsal. Eigentlich hätte es in diesem hochklassigen Spiel keinen Verlierer geben dürfen!“
Erfreulich war auch die Fairness des Spiels, bei dem es ja um alles oder nichts ging. Gerade mal 3 Gelbe Karten musste das gute Schiedsrichterteam unter der Leitung von Markus Schierbaum ziehen. Auch beim anschließenden gemeinschaftlichen Abendessen fanden die Gegner anerkennende und freundschaftliche Worte füreinander.
Ein großes Lob ging an das Organisationsteam des Hamburger Fußballverbandes unter der Leitung von Volker Sontag und Maxi Riedel, die Spielern und Zuschauern ein tolles und stimmungsvolles Futsalfest bereitet hatten.
Auch der zweite Westvertreter und zweifache DFB Futsal Cup Gewinner UFC Münster musste sich bereits nach dem Viertelfinale aus dem Wettbewerb verabschieden. Beim FC Portus Pforzheim verlor der Westdeutsche Meister mit 3:6, ebenfalls nach Verlängerung.
Vor rund 400 Zuschauern führten die Münsteraner in der regulären Spielzeit durch Treffer von Till Vogel, Tobias Lüft und Max Mugrauer mit 3:1.
Doch die Pforzheimer erzielten den Anschlusstreffer und durch einen 6-m Strafstoß nach Handspiel kurz vor Spielende auch noch den 3:3 Ausgleich.
In der fälligen Verlängerung ließen die Pforzheimer keinen Treffer mehr zu, erzielten aber ihrerseits drei weitere zum 6:3 Endstand. Somit steht das Team von Trainer Sven Vidojkovic am 26./27. März in der Lausitz-Arena in Cottbus gemeinsam mit den Teams von MSV Hamburg, VfV Hildesheim und SD Croatia Berlin im Halbfinale des DFB Futsal-Cups 2010.
Alle Ergebnisse des DFB-Futsal Cup Viertelfinales:
TSV Emmelhausen vs. VfV Hildesheim 06 1:3
Team Yasar vs. Futsal Panthers Köln 6:4 n.V.
FC Portus Pforzheim vs. UFC Münster 6:3 n.V.
SD Croatia Berlin vs. FC Bayern Kickers Nürnberg 8:4
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