Arbeitsgruppe anläßlich der Schulung am 27. November 2006 im FLVW, Kreis 1 Ahaus-Coesfeld
Seit dem Start der „Qualifizierungsoffensive Spielberechtigung“ im Frühjahr 2006 gingen beim Qualifizierungszentrum des Bildungswerkes aus den Fußballkreisen mehr als 20 Anträge auf Schulungen ein, davon wurde die Mehrzahl bereits durchgeführt. Nach Abschluss dieser bisher festgesetzten Schulungen haben ca. 350 Teilnehmer die Möglichkeit genutzt, sich intensiv aus erster Hand beim Referententeam des WFLV über die wichtigsten Bestimmungen rund um das Thema „Beantragung einer Spielberechtigung im Amateurbereich Senioren“ zu informieren. Aufgrund der sehr guten Resonanz unserer Schulungen bei den Teilnehmern, Kreisverantwortlichen und nicht zuletzt durch sehr positive Presseberichte gehen fast täglich Anfragen nach möglichen Schulungsterminen beim Qualifizierungszentrum ein. Um dem großen Bedarf an Schulungen entsprechen zu können, wurde das Referententeam der Passabteilung ausgebaut.
Mit diesem neuen Schulungskonzept wurde der bisherige Weg verlassen, Informationen zum Wechselrecht nach den altbekannten Möglichkeiten über Veröffentlichung in den Amtlichen Mitteilungen oder im Internet zu verbreiten.
Nach den Grundlagen der modernen Erwachsenenbildung wurde ein bundesweit einmaliges Modell entwickelt, dass die Teilnehmer in vier Schritten zum Erfolg führt:
• Wissensvermittlung in Referatsform, in dem auf die bestehenden
Fehlerquellen und die Konsequenzen bei Nichtbeachtung hingewiesen wird
• in einer anschließenden Reflektionsphase werden die wichtigsten Punkte
zur Festigung des Wissens wiederholt
• daran schließt eine Übungsphase an, in der dieses Wissen anhand
mehrerer Übungsaufgaben vertieft wird
• anschließend erfolgt die gemeinsame Auflösung der Übungsaufgaben
In monatelanger Kleinarbeit wurden die telefonischen Vereinsanfragen bzw. die häufigsten Fehler bei der Beantragung einer Spielberechtigung aufgelistet und ausgewertet. Aus den Erkenntnissen wurden anschauliche Übungsaufgaben entwickelt, in denen auf juristische Formulierungen gänzlich verzichtet wird. Begleitend dazu wurden in einer bisher einmaligen Aktion im März 2006 alle Vereine angeschrieben und um Beantwortung einiger Fragen zur Erstellung eines Schulungskonzeptes gebeten. Aus dem sensationell hohen Rücklauf dieser Fragebögen wurden gezielt die zuständigen Kreise mit den meisten Vereinswünschen auf eine Schulung angesprochen und die ersten Schulungen terminiert.
Die nachstehenden Kommentare einiger Teilnehmer belegen, dass die Bedarfe der Vereine erkannt wurden: „Jetzt weiß ich über die wichtigsten Themen Bescheid“ (Vereinsvertreter), „ Auch ich habe noch Dinge gelernt, die ich täglich anwenden kann“ (Spruchkammermitglied), „Das war eine ganz wichtige Veranstaltung und muss unbedingt wiederholt werden“ (Kreisvorsitzender).
Da in allen bisher durchgeführten Maßnahmen von den Teilnehmern der Wunsch auf Schulungen im Bereich der Vertragsspieler geäußert wurde, arbeitet die Passabteilung bereits an der Entwicklung eines Schulungskonzeptes.