Die Teilnehmer der Rechtstagung 2007 in der Incentive-Loge der MSV-Arena
Am 2. und 3. Februar fand die alljährliche Tagung der Rechtsprechenden Stellen in der Incentive Loge der MSV-Arena statt.
Neben den Mitgliedern des Verbandsgerichts und der Verbandsspruchkammern des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes, FV Niederrhein, FV Mittelrhein und FLV Westfalen sowie der Bezirksspruchkammern nahmen auch die Vertreter des Satzungs- und Fußballausschusses teil. Als besonderer Gast konnte dieses Jahr Horst Hilpert, Vorsitzender des Kontrollausschusses des DFB, begrüßt werden.
Am Freitagabend eröffnete der Vorsitzende des WFLV-Verbandsgerichtes, Heinz-Hubert Werker, die diesjährige Rechtstagung und begrüßte alle Anwesenden recht herzlich. WFLV-Präsident Hermann Korfmacher gab eine Übersicht zum Stand der bevorstehenden Änderungen der Spielklassen. Im Einzelnen wird unterhalb der 2. Bundesliga eine eingleisige 3. Liga eingeführt. Als 4. Spielklasse wird es drei Regionalligen geben und darunter die Oberligen als 5. Spielklasse. Offen ist zurzeit, ob eine „Oberliga-West“ mehrheitsfähig ist.
Walter Hützen, Präsident des FV Niederrhein, richtete ebenfalls Begrüßungsworte an die Teilnehmer und wünschte eine angenehme Tagung. Er stünde der Einführung einer „Oberliga-West“ positiv gegenüber.
Nach diesen Begrüßungsworten folgte dann ein ausführliches und für die Teilnehmer sehr informatives Referat von Horst Hilpert über die Arbeit der DFB-Sportgerichtsbarkeit und des DFB-Kontrollausschusses der letzten 30 Jahre.
Anhand von bekannten Beispielen (u. a. Wettskandal Hoyzer, Phantom-Tor Thomas Helmer, „Schwalbe“ Andreas Möller) erläuterte er die Aufgaben des DFB-Kontrollausschusses.
Im Anschluss an den Vortrag bestand noch die Möglichkeit, Fragen an Horst Hilpert zu stellen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.
Am Samstagmorgen läutete Heinz- Hubert Werker den zweiten Teil der Rechtstagung ein. Ausführlich diskutiert wurden u. a. Vorschläge zur Änderung der Satzung und Ordnungen des WFLV, die vom Verbandsgericht, dem Satzungsausschuss und dem Verbandsfußballausschuss vorgeschlagen wurden. Umfassend wurde die Einführung eines notwendigen Diskriminierungstatbestandes und dessen Auswirkungen erörtert.
Des Weiteren diskutierten die Anwesenden ausführlich Fragestellungen aus dem Kreis der Rechtsinstanzen, die im Laufe des Jahres aufgetreten sind.
Heinz-Hubert Werker beendete die diesjährige, arbeitsintensive Rechtstagung und wünschte allen Teilnehmern einen guten Heimweg.