WFLV-Jugendtag 2007 – Peter Frymuth alter und neuer Jugendausschussvorsitzender
Vorsitzender Peter Frymuth und sein erster Gratulant Karl-Josef Tanas
Einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde Peter Frymuth beim Jugendtag des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes am 9. Juni 2007 in der altehrwürdigen Aula der Sportschule Wedau. Zu den Gratulanten zählten u. a. DFB-Vizepräsident Karl-Josef Tanas, DFB-Jugendausschussvorsitzender Dr. Dieter Drewitz, DFB-Jugendausschussmitglied Eberhard Bernatzki, zahlreiche Mitglieder des WFLV-Präsidiums und die Vorsitzende des Jugendleichtathletikausschusses Esther Fittko.
Vor 181 stimmberechtigten Delegierten und zahlreichen Gästen eröffnete Peter Frymuth, Vorsitzender des WFLV-Jugendfußballausschusses bei schwülem Wetter pünktlich um 10:00 Uhr den Jugendtag und bat um die Grußworte.
Auf seiner „Abschiedstour“, wie er es nannte, machte DFB- und WFLV-Vizepräsident Karl-Josef Tanas auch beim WFLV-Jugendtag Halt. In seinem Grußwort, das er stellvertretend für den verhinderten WFLV-Präsidenten Hermann Korfmacher entrichtete, sprach Tanas großes Lob für Peter Frymuth und sein Team im Jugendausschuss aus. Mit Kreativität und Kompetenz leiteten sie die Geschicke des Jugendfußballs im Westen, was ihnen auch bundesweite Anerkennung verschafft. In sehr persönlichen Worten dankte Tanas dem Jugendvorsitzenden für eine lang währende Freundschaft.
Die Grüße des DFB-Jugendausschusses brachte sein Vorsitzender, Dr. Dieter Drewitz aus Frankfurt mit. Er sei gerne nach Duisburg gekommen, da sich die Jugendarbeit im Westen seit Jahren auf einem hohen Niveau befinde und Vorbildcharakter für ganz Deutschland habe. Darüber hinaus verbinden ihn aber auch freundschaftliche Beziehungen, was sich auch in einer äußerst konstruktiven Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter im DFB-Jugendausschuss, Peter Frymuth, dokumentiere.
„Die Ausbildung im DFB-Jugendbereich steht auf einem stabilen Fundament“, so Drewitz, „wobei die DFB-Stützpunktkoordinatoren als wichtiges Element im Ausbildungssystem anzusehen sind.“ Sie sollen die Schnittstelle zwischen DFB und Landesverband bzw. Fußballkreis bilden.
Dass die Entwicklung junger Menschen sehr unterschiedlich verlaufen kann, so Drewitz weiter, zeige sich daran, dass z. B. weit über 50 % der B-Junioren in den Nachwuchszentren ausgetauscht werden - eine Zahl, die selbst Experten erstaunt. Die Anzahl der Nachwuchszentren werde von 36 auf 56 angehoben, ein weiteres Indiz für das starke Engagement des DFB im Jugendbereich.
Die Aktion „Starterpaket an Grundschulen“ ist inzwischen abgeschlossen, auch diese Aufgabe habe der Westen vorbildlich erledigt. Es sei als sehr positiv anzusehen, dass in allen Landesverbänden des WFLV ein Schulfußballausschuss installiert ist.
Kritischen Anmerkungen bezüglich des Zugriffs seitens des DFB auf Kreismitarbeiter beugte Dr. Drewitz vor: Dies geschehe zur Stärkung der Kreise, im konstruktiven Dialog mit den Landesverbänden.
Drewitz, der bereits im Juli vergangenen Jahres zum Präsidenten des Regionalverbandes Südwest gewählt wurde und sich daher beim DFB-Bundestag nicht mehr zur Wahl stellen wird, machte in seinen abschließenden Worten ganz offensiv Werbung für Peter Frymuth als gewünschten Nachfolger in seinem Amt auf Bundesebene.
In seiner Grundsatzrede erklärte Peter Frymuth, dass bei der Arbeit des WFLV-Jugendausschusses immer das Interesse der Vereine im Mittelpunkt stand und stehen wird, der Verband verstehe sich hier als „Serviceleister“. Er versprach Unterstützung, auf der einen Seite, wenn die Kinder wegblieben, auf der anderen Seite aber auch - und dieses Phänomen wird zurzeit beobachtet - wenn die Kinder und Jugendlichen in die Vereine stürmen und die dortigen Mitarbeiter schlichtweg überfordert sind. Darauf zu achten sei, dass die Informationen aber auch bei den Vereinen und Trainern ankommen, nur so sei eine effektive Unterstützungsarbeit möglich. Das Herzstück dieser flächendeckenden Ausbildungsstrategie - und das betonte Peter Frymuth deutlich - sei die dezentrale Lehrarbeit.
Beim Thema „Futsal“ begrüßte Peter Frymuth die neue Aufgeschlossenheit gegenüber dieser Hallenfußballvariante, die vor allem von den positiven Erfahrungen beim diesjährigen DFB-C-Junioren-Futsal-Cup herrührt. Futsal sollte als zusätzliche Spielform mit mehreren Vorteilen erkannt werden. Er dürfe auf keinen Fall als Konkurrenz zum herkömmlichen Hallenfußball angesehen werden, sondern verdiene eine unvoreingenommene Herangehensweise.
Bei den Kontakten mit den Grundschulen im Rahmen der Verteilung der DFB-Starterpakete habe sich herausgestellt, dass nach wie vor ein großer Informationsbedarf in Sachen Fußball vorliegt. Hier gelte es, die bestehenden guten Kontakte zu halten und auszubauen, um nachhaltig im Schulbereich die Grundlagenarbeit fördern zu können.
Anschließend ging Peter Frymuth zum Tagesordnungspunkt „Ehrungen und Verabschiedungen“ über. Hier wurden Helmut Holländer (Vorsitzender Jugendgericht, FVM), Hans-Josef Maas (Jugendspruchkammer, FLVW) und Rita Wahl (Vorsitzende des Mädchenfußballausschusses, FLVW) mit der silbernen Ehrennadel und Willi Nessel (Jugendfußballausschuss, FVN) mit der goldenen Ehrennadel für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit durch das Präsidium des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes geehrt. Der Jugendtag verabschiedete Willi Nessel, Karl-Heinz Witt (Jugendfußballausschuss, FVM) und Hans Neuschäfer (Jugendspruchkammer, BDFL), die nicht mehr zu Neuwahlen in den entsprechenden Gremien zur Verfügung standen.
Mit der Bestimmung der Wahlprüfungskommission und der Feststellung der Stimmberechtigten (Tagesordnungspunkt 3 und 4) wurde der parlamentarische Teil eingeleitet. Die von allen Ausschussvorsitzenden vorgelegten Rechenschaftsberichte zum Jugendtag und der Jahresabschluss 2006 wurden einstimmig genehmigt.
WFLV-Vizepräsident Franz-Josef Probst führte als Versammlungsleiter die Entlastung der Jugendausschüsse und der Rechtsorgane herbei. Mit der Wahl des Vorsitzenden des Jugendfußballausschusses leitete er „neue Formen der Abstimmung“ ein. Nach einstimmiger Wahl übernahm Peter Frymuth wieder das Wort, um die Wahlen der Beisitzer des Jugendfußballausschusses sowie die Wahlen des Vorsitzenden des Schulfußballausschusses, des Mädchenfußballausschusses, der Jugendspruchkammer und des Jugendgerichts nebst Wahl bzw. Bestätigung der jeweiligen Beisitzer durchzuführen.
In gewohnter Weise führte Willi Nessel dann durch den Paragraphen-Dschungel, die verabschiedeten Ordnungsänderungen sind im Amtlichen Teil veröffentlicht.
In neuer Besetzung wird der Jugendausschuss im Westen seine Arbeit aufnehmen: Karl-Heinz Witt, designierter Vize-Präsident beim Fußball-Verband Mittelrhein sowie der Spezialist für Satzungsfragen, Willi Nessel, Fußballverband Niederrhein stellten sich - wie bereits erwähnt - nicht mehr zur Wahl. Hierfür wurden die Sportkameraden Marko Tillmann (FVM) und Klaus Koglin (FVN) einstimmig in den Ausschuss gewählt.
In seinem Schlusswort dankte Peter Frymuth den Delegierten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit den drei Landesverbänden. Nach zweieinhalb Stunden war der WFLV-Jugendtag 2007 Geschichte.