09.09.2008 - RW Ahlen Profi René Müller ist Pate bei der "respect"-Kampagne
Offiziell mit im Boot bei der respect-Kampagne ist seit dem 9. September 2008 auch der Bad Oeynhausener Fußball-Profi René Müller, der seit dieser Saison beim Zweitligisten RW Ahlen spielt. „Ich finde diese Kampagne ganz hervorragend und fühle mich berufen sowie in der Funktion, diese Ideen an die Basis zu transportieren. Es ist ganz wichtig, schon bei der Jugend damit anzufangen. Die beste Plattform, ein friedliches Miteinander zu schaffen, bietet nun einmal der Sport im Allgemeinen“, sagt der 34-Jährige.
Zielgruppen gebe es überall, ergänzt der Fußballer. Das Hauptproblem seien die Fans auf der Tribüne. Die müsse man mit solchen Aktionen erreichen. „Deren Verhalten hat sich aber schon erheblich verbessert. Bei der EM 1996 in England fielen beispielsweise die Zäune, ging es friedlich zu. Ich stelle den respect-Gedanken auch gern bei uns in der Mannschaft vor. Das hat dann den Effekt, dass es weiter getragen wird“, so René Müller. Prof. Dr. Dr. Reiner Körfer vom Herzzentrum in Bad Oeynhausen, wo die Pressekonferenz durchgeführt wurde, unterstützt diese Aktion. „Das ist eine sehr gute Sache. Wichtig ist, dass man bereits in der Grundschule damit anfängt. Da kann man Ideen in die Köpfe noch hinein pflanzen, Erwachsene ändern sich nur schwer. Bezüglich Respekt dem anderen gegenüber ist noch viel Arbeit zu leisten, wenn man mal in die Stadien schaut, was da heute noch los ist.“
Oberarzt Klaus-Peter Mellweg, Leiter der Sportkardiologischen Abteilung im Herzzentrum, bewertet den Sport als optimale Plattform für die respect-Kampagne: „Das ist eine sehr gute Sache, um Imigranten zu integrieren. Und der Fußball hat die Integrationskraft dazu.“ Fritz Struckmeyer, schon jahrelang Vorsitzender im Fußballkreis Lübbecke und Mitglied im Konfliktmanagement des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, hob die Aktionen mit den „Problemlotsen“ in den 33 Kreisen des FLVW hervor. „Wir machen das schon seit 2001, und im Bereich des DFB ist das einmalig. Mit dem Respekt-Gedanken muss man ganz unten in der Jugend anfangen.“
Rainer Engler vom Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (respect-Beauftragter) stellte im Herzzentrum die respect-Kampagne vor (wurde im Mai 2002 ins Leben gerufen), die für Toleranz und gegenseitiges Verständnis steht – und wirbt. Damit die Ideen auch auf fruchtbaren Boden fallen, braucht man Gesichter. „Ober-Pate“ bei „respect“ ist Olaf Thon. Den Außenposten Ostwestfalen verstärkt jetzt René Müller.