BC 09 Oberbruch zum zweiten Mal Westdeutscher Meister in der Altersklasse AH Ü40
Deutscher Behindertensportverband beim Fußballtennis unschlagbar
Der BC 09 Oberbruch gewann nach dem Sieg im Jahre 1999 zum zweiten Mal die Westdeutsche Fußballmeisterschaft in der Altersklasse AH Ü40. Das Ü40-Endturnier wurde am 14./15.11.2003 vom Freizeit- und Breitensportausschuss des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes in der Sportschule Duisburg-Wedau veranstaltet. Neben dem BC 09 Oberbruch nahmen die Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim für den Fußball-Verband Mittelrhein, die beiden Vertreter des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen SC Wiedenbrück und SC Drolshagen sowie die Vertreter des Fußballverbandes Niederrhein SC Kapellen und ESC Preußen 02 Essen am Endturnier teil.
Im ersten Spiel deutlich geschlagen, am Ende doch noch Westdeutscher Meister der Alten Herren Ü42: Der BC 09 Overbruch
Ausgespielt wurde die Meisterschaft in der Mehrzweckhalle der Sportschule im Modus „Jeder gegen jeden“. Nach dem ersten Spiel, das mit einer 2 : 7 Niederlage für den späteren Sieger endete, schien der Zug für die Mittelrheiner schon abgefahren. Doch die Alten Herren vom BC 09 Oberbruch wussten sich zu steigern und gewannen nach der Eingangsniederlage alle folgenden Spiele. Das vorletzte Spiel für Oberbruch gegen SC Wiedenbrück hatte Endspielcharakter. Oberbruch siegte nach offenem Schlagabtausch, packenden Zweikämpfen und tollen Paraden ihres Torwarts mit 4 : 3 Toren.
Für Stimmung in der Halle sorgte eine große Fangemeinde, die Tribüne war gut gefüllt. Der Drolshagener Anhang reiste sogar mit einem kompletten Bus an. So wurde die ganze Veranstaltung zu einem großen Familienfest. Die jüngsten Fans schwenkten die Fahnen ihres Heimatvereins und wurden nicht müde, jedes Spiel ihrer Mannschaft mit aufmunternden Gesängen zu begleiten. Wie bei allen hochklassigen Spielen durften natürlich auch bei diesem Turnier die „Expertenkommentare und –tipps“ von der Tribüne nicht fehlen. Die letzten beiden Spiele des Turniers entschieden die Rangfolge der ersten vier Teams. Oberbruch setzte sich gegen den Mittelrheinvertreter Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim knapp mit
3 : 2 Toren durch und konnte somit nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Die Sportfreunde fielen durch die Niederlage und das schlechtere Torverhältnis auf den vierten Rang zurück. Im letzten Turnierspiel wurde der zweite Platz ausgespielt. SC Wiedenbrück besiegte den SC Kapellen mit 5 : 2 Toren und verteidigte mit diesem Sieg die Vizemeisterschaft. SC Kapellen belegte trotz der Niederlage in der Gesamtwertung den dritten Platz. Punktgleich mit dem Dritten und Vierten wurde SC Drolshagen Fünfter.
Die treuesten Fans hatte Westfalenmeister SC Drolshagen. Unermüdlich unterstützen sie ihre Mannschaft mit aufmunternden Gesängen
Wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld in der Spielstärke war, wird am Beispiel des ESC Preußen Essen deutlich: Essen schlug als einzige Mannschaft den Sieger BC 09 Oberbruch und erreichte trotz eines ausgeglichenen Torverhältnisses nur den sechsten Rang. Diesen letzten Platz verschönerten sich die Essener allerdings mit zwei Auszeichnungen: ihr Keeper wurde als ältester Spieler des Turniers geehrt und ihr Spieler Thomas Klein, ein früherer Jugendnationalspieler, wurde mit acht Treffern Torschützenkönig.
Wieder einmal nicht zu schlagen war das Team des Deutschen Behinderten Sportverbandes im Fußballtennis. Wie es jetzt schon Tradition hat, nimmt diese Mannschaft am Vorabend des Ü40 Endturniers am Fußballtennis-Turnier teil. Und die Spezialisten, betreut von Horst Feirer, hatten auch diesmal Verständnis dafür, dass sie wieder nur außerhalb der Wertung an den Vergleichsspielen teilnehmen konnten. Denn die Konkurrenz hatte nicht den Hauch einer Chance! Den restlichen Abend nutzte man, um in gemütlicher Runde zu fachsimpeln und sich mit den Sportkollegen auszutauschen.
Reiner Meis, Verantwortlicher für den Bereich Freizeitfußball im WFLV, überreichte zum Turnierende allen Mannschaften die Pokale und Erinnerungsgeschenke, dankte den Schiedsrichtern und Helfern, sprach aber auch einige kritische Anmerkungen zum weiteren Wohlgelingen des Freizeitfußballs aus.
Fast schon akrobatische Einlagen bot die Mannschaft des Deitschen Behinderten Sportverbands beim Fußballtennis
Zum zweiten Mal wurde das Herren-Endrundenturnier auf westdeutscher Ebene in der Altersklasse Ü32 ausgerichtet. Die Erst- und Zweitplatzierten der drei Landesverbände trafen sich auf Einladung des Freizeit- und Breitensportausschusses am 22. November 2003 in der Sportschule Wedau, um die beste Ü32-Mannschaft im WFLV zu ermitteln. Turnierleiter Siegfried Huff (FLVW), Mitglied der F+B-Arbeitsgruppe „Freizeitfußball“ konnte pünktlich um 11.00 Uhr alle eingeladenen Mannschaften begrüßen.
Die ersten Begegnungen gestalteten sich noch recht ausgeglichen, aber bald schon konnten TuRa Hennef und SF Hamborn 07 als die beiden spielstärksten Mannschaften ausgemacht werden. Sie sollten bis zur letzten Begegnung kein Spiel verlieren.
Die Hamborner blieben schließlich mit 11 Punkten (3 Siege, 2 Unentschieden) zwar ungeschlagen, mussten sich aber letztendlich mit dem zweiten Platz hinter TuRa Hennef begnügen. Die Mittelrheiner verloren in ihrer letzten Begegnung ihr einziges Spiel gegen Hamborn deutlich mit 0:3 Toren, hatten dann aber mit einem Punkt Vorsprung am Ende die Nase vorn.
Punktgleich mit jeweils 8 Punkten teilten sich die Vertreter Westfalens das Mittelfeld, wobei der TuS Erndtebrück aufgrund des besseren Torverhältnisses den dritten Platz vor Preußen Lengerich belegte.
Der ESC Preußen Essen, der auch einige Spieler aus der Ü40 Abteilung in seinen Reihen hatte, musste sich diesmal mit dem fünften und damit vorletzten Platz begnügen.
Ohne Punktgewinn blieb der zweite Mittelrheinvertreter Germania Dattenfeld, sie bildeten mit 13:30 Toren das Schlusslicht der Tabelle.
Die zahlreichen mitgereisten Schlachtenbummler boten einen würdigen Rahmen für die größtenteils wirklich ansprechenden Leistungen der Ü32-Kicker. Trotz teilweiser recht lautstarker Auseinandersetzungen blieben die Begegnungen stets fair, nicht zuletzt wegen des konsequent durchgreifenden Schiedsrichtergespanns Bülck/Tummes.
Siegfried Huff nutzte in seinem Schlusswort die Gelegenheit, allen Beteiligten für ihr Engagement zu danken; den Mitarbeitern Wolfgang Schlepphorst (FLVW), Robert Henges (FVM) und F+B Referent Rainer Engler (WFLV) sprach er ein Lob für die perfekte Organisation und den reibungslosen Ablauf aus.